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ALARMÜBUNG: Großfeuer im Pferdestall

80 / 2004 21.06.2004 18:16

Ein Großfeuer war im Reiterstall in Albsfelde ausgebrochen. Mehrere Personen und Pferde mussten gerettet werden.

Drei Kinder spielen auf dem Boden eines Reiterhofes in Albsfelde mit Feuer: Plötzlich steht das trockene Stroh lichterloh in Flammen. Sieben Pferde im Stall sind ebenso vor dem Feuer in Gefahr, wie die Kinder. Was hier dramatisch klingt, war für die Freiwillige Feuerwehr Ratzeburg die Grundlage einer Großübung am Montagabend.


"So ist gerade die Rettung von Großtieren, wie Pferden oder Rindern, keine alltägliche Aufgabe der Feuerwehr", sagt Zugführer Matthias Liebicher, der zusammen mit Wehrführer Neithard Bethke die Übung auf dem Reiterhof von Ute Krause ausgearbeitet hat. "Der Umgang mit den Tieren bedarf Erfahrungen", erzählt der Zugführer weiter

Gegen 18.15 Uhr sprangen die Funkmeldeempfänger der ahnungslosen Einsatzkräfte an. "Feuer im Reiterstall" lautete die Durchsage. Wenige Minuten später macht sich das erste Löschfahrzeug auf dem Weg zum Einsatzort in die Nachbargemeinde. Bereits vom Albsfelder Kreuz auf der Bundesstraße 207 konnte man die Rauchentwicklung eines echten Feuers erkennen. Doch nicht der Reiterstall brannte, sondern ein für Übungszwecken angezündeter Strohhaufen.

Unter Atemschutz finden die Feuerwehrmänner die drei "vermissten" Kinder auf dem Heuboden der Stallanlage. Nach einer medizinischen Erstversorgung werden sie auf einer Trage mit der Drehleiter ins Freie gerettet. Währenddessen versuchten weitere Feuerwehrkräfte die Pferde aus ihren Boxen zu bringen: Doch diese Aufgabe stellte sich in der Tat als eine Herausforderung dar, denn eigentlich wollen die Pferde gar nicht wirklich raus: Mit ein wenig Geduld und kleinen Gesten, in Form von Leckerein, folgten die Tiere denn doch brav den Helfern.

"Im Ernstfall wären die Tiere jedoch viel scheuer, da sie die drohende Gefahr spüren würden", merkt Liebicher an. "Aber dennoch müssen die Einsatzkräfte ruhig und besonnen auf die Tiere eingehen, was hier in Ruhe gemacht werden konnte", sagt der Zugführer weiter. "Auch wenn wir nie auf einen Ernstfall hoffen, so kann man diese Situationen nicht oft genug unter realen Bedingungen üben", fügte Wehrführer Neithard Bethke hinzu. Nach dem auch der brennende Strohhaufen abgelöscht war, konnte die große Übung der Ratzeburger Wehr beendet werden.
[tm]

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